Rekonstruktive Tumorchirurgie - Weichteilsarkome

Grundsätzlich sind Tumore, also Gewebsvermehrungen oder Raumforderungen, der Weichteile häufig. In den weitaus meisten Fällen handelt es sich um gutartige Tumore. Das Verhältnis von gutartigen zu bösartigen Tumoren liegt ca. bei 200:1. Bestehen Tumore eine längere Zeit, nehmen sie an Größe zu oder gehen sie gar mit Beschwerden einher, so sollten die Ursache der Entstehung und die genaue histologische (feingewebliche) Struktur herausgefunden werden. Radiologische Verfahren, wie Ultraschall- und MRT-Untersuchungen und ggf. auch eine Probenentnahme helfen in der Abklärung.

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Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war eine Heilung von bösartigen Tumoren der Extremitäten in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nur durch eine Amputation zu erreichen. Heute ist eine Extremitäten-erhaltende Therapie in mehr als 90% der Fälle möglich. Hierbei wird neben dem Überleben, die Vermeidung des Wiederauftretens des Tumors oder gar das Auftreten von Tochtergeschwüren (Metastasen) angestrebt. Weiterhin sollte gerade an den Extremitäten (Armen, Beinen) das größtmögliche Maß an Funktion erhalten oder wiederhergestellt (rekonstruiert) werden. Die soziale Wiedereingliederung des Patienten und die Rückkehr in das Berufsleben sollten zeitnah erfolgen.

Diese anspruchsvollen Therapieziele können an wenigen spezialisierten Zentren, wie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, unter Beteiligung unterschiedlicher Fachdisziplinen, wie

Im Rahmen eines Intersisziplinäres Tumorboards erreicht werden. Diese Struktur wird unter dem Begriff der multimodalen multidisziplinären Therapie zusammengefasst.