Extremitätenrekonstruktion bei schlechter Durchblutung

Chronische Wunden der unteren Extremität sind häufig die Folge einer verminderten Durchblutung zum Beispiel aufgrund einer bestehenden Arteriosklerose mit relevanter Gefäßverengung (z.B. periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK, Schaufensterkrankheit). Dieser Zustand wird unter dem Begriff der vaskulär kompromittierten Extremität zusammengefasst. Darüber hinaus können auch venöse Abflußstörungen zu chronischen Wunden führen.

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Chronische Wunden stellen grundsätzlich potentielle Eintrittspforten für Bakterien dar.

Über großflächige chronische Wunden verlieren die Betroffenen neben Flüssigkeit zusätzlich viel Eiweiß und Nährstoffe, wodurch ein Mangelernährungszustand entstehen kann. Dies wiederum begünstigt das Fortschreiten der Wunden aufgrund der eingeschränkten Wundheilung. Auch nimmt die Mobilität und Immunabwehr der Betroffenen weiter ab. Bei ausbleibender Behandlung drohen als letzte Möglichkeit nicht selten Amputationen.

Daher ist der Erhalt der Extremität unter Einsatz aller therapeutischen Möglichkeiten und Anstrengungen Ziel der Behandlung. Dieses Ziel kann durch verbesserte gefäßchirurgische Verfahren (in Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgie) wie Bypassanlagen, kombiniert mit plastisch-chirurgisch-rekonstruktiven Verfahren erreicht werden. Hierbei kommen sämtliche rekonstruktive Verfahren von der Spalthauttransplantation bis zur freien Gewebstransplantation (freie mikrochirurgische Lappenplastik) zum Einsatz.