Funktionelle Lappenplastik an der Charité

Eingeschränkte Bewegungsfunktionen, z.B. nach Nervenverletzungen an den Extremitäten können durch diese Art von Lappenplastiken teilweise wieder erreicht und verbessert werden. Viele Bewegungsrichtungen sind Resultat von Anspannung und Entspannung nicht nur einzelner, sondern verschiedener Muskelgruppen. Bei der Verlagerung eines individuellen Muskels aus einer solchen Gruppe heraus, sind die verbleibenden Muskeln  in der Lage die beschriebene Bewegung weiterhin zu erreichen. 

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Der aus dem Verbund gelöste Muskel kann dann, bei erhaltener Durchblutung und Nervenversorgung zur Erlangung einer weiteren Bewegungsrichtung und Funktion verlagert werden. Die "neue" Aufgabe des Muskels gilt es nach der Operation zu erlernen. Die sogenannte "Plastizität" unseres Gehirns erlaubt uns ein solches Umlernen auch im höheren Alter.

Solche Lappenplastiken zur Wiedererlangung bestimmter verloren gegangener Funktionen werden primär an der oberen Extremität durchgeführt. Eine sich anschließende intensive krankengymnastische und ergotherapeutische Nachsorge ist für ein positives Ergebnis dringend notwendig.