Rekonstruktion bei chronischen Wunden über dem Brustbein oder Sternumosteomyelitis

Die Sternotomie (Eröffnung des Brustbeines) ist der Hauptzugangsweg zum Herzen z.B. zum Herzklappenersatz oder der Anlage von Bypassgefässen. Häufig werden die neben dem Brustbein verlaufenden Arterien (Arteria mammaria interna) für einen Bypass verwendet. Hierdurch kann es vereinzelt zur Verminderung der Durchblutung der übrigen regionalen Strukturen kommen. Das Brustbein ist nur von einer meist dünnen Schicht an Weichteilgewebe (Haut und Fettgewebe) bedeckt. 

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Bei zusätzlich bestehenden relevanten  Begleiterkrankungen, wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Bluthochdruck, Rauchen, Gefäßverkalkung oder Fettleibigkeit (kardiovaskuläre Risikofaktoren) kann es vereinzelt zu Wundheilungsstörungen über dem Brustbein nach Sternotomie kommen.

Durch operative Wundreinigungen, meist mit Entfernung des einliegenden Osteosynthesematerials , Wundkonditionierung (z.B. mittels Vakuumtherapie) und anschließender plastisch-chirurgischer Rekonstruktion kann in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der

 in den meisten Fällen eine Heilung erreicht werden.

Hierbei erfolgt die plastisch-chirurgische Rekonstruktion durch Verschiebung lokalen Gewebes (lokale Lappenplastik) oder über einen freien Gewebetransfer (freie Lappenplastik)  in mikrochirurgischer Technik.

Dies setzt ein breites plastisch-rekonstruktives Spektrum an Techniken und detaillierte anatomische Kenntnisse voraus.