Korrektur einer angeborenen tubulären Brustdeformität an der Charité

Zu den häufigsten angeboren Brustfehlbildungen zählt die tubuläre Brustdeformität, auch Schlauch- oder Rüsselbrust genannt. Hierbei kommt es in der embryonalen Entwicklungsphase zu einem gestörten Wachstum der Brustdrüse, die abhängig vom Schweregrad in den unteren Brustbereichen wenig oder sogar überhaupt nicht angelegt ist. Resultierend daraus ist auch der Hautmantel hier nur unzureichend vorhanden. 

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Zusätzlich zeigen sich die Warzenhöfe häufig sehr groß ausgebildet mit prolabiertem Drüsengewebe, welches dann schlauch- oder rüsselförmig anmutet. Nicht selten besteht eine ausgedehnte Seitenungleichheit beider Brüste (Asymmetrie).

Da solche Fehlausprägungen im frühen Jugendalter offensichtlich werden, sind Korrekturoperationen auch häufig dann ersehnt und möglich. Der Zeitpunkt einer potenziellen Operation ist individuell mit den Patientinnen und häufig auch mit deren Eltern zu besprechen. Nicht selten sind mehrere Operationsstufen notwendig, um eine natürliche Brustform mit verbesserter Symmetrie zu erreichen.  Verschiedene Operationsverfahren, von Hautmanteldehnung über Volumenvergrößerung und -umverteilung  bis hin zur Fettzelltransplantation (Lipofilling) können zur Anwendung kommen. Diese werden während individueller Gespräche in unseren Sprechstunden erläutert.